Enhanced Messaging Service

Stichwörter

GSM 3GPP TS 23.040 V4.2.0, EMS, SMS, ANSI C, Echtzeitbetriebssystem

Aufgabenstellung

Bardenheuer realisiert für einen führenden Hersteller von Mobiltelefonen die Unterstützung des Enhanced Messaging Services (EMS) für eine neue Produktgeneration. Bei EMS handelt es sich um eine herstellerunabhängige Weiterentwicklung des bestehenden Short Message Services (SMS), die es ermöglicht, neben Textinformationen auch Bilder, Melodien und Animationen zu übertragen.

Lösung

Bardenheuer analysierte zuerst die bestehende Mobile-Software, speziell die SMS-Applikation sowie die GSM-Spezifikation für EMS (3GPP TS 23.040 V4.2.0) und erarbeitete anschließend ein Konzept für die Erweiterung der Mobile-Software. Hilfreich waren hierbei bereits vorhandene Kenntnisse über den Short Message Service, sowie Erfahrungen in der Entwicklung von embedded Systemen. Als Ergebnis wurde ein High-Level Design erstellt, das als Grundlage für die spätere Implementierung der EMS-Funktionalität diente. In dem High-Level Design wurden auch Vorgehensweisen definiert, wie in speziellen Situationen zu verfahren ist, die in der GSM- Spezifikation nicht berücksichtigt sind. Beispielsweise muss ein geeigneter Wiederholungs-mechanismus greifen, wenn eine „enhanced Message“ nur teilweise versendet werden konnte. Das High-Level Design umfasst drei Teile:

  1. eine Kurzbeschreibung der Funktionalität,
  2. eine detaillierte Beschreibung des Interfaces (Microsoft Word Dokument),
  3. einige Schaubilder für die interne Software-Architektur (Microsoft Visio Dokumente).
Enhanced Messaging Service

Softwarearchitektur der von Bardenheuer konzipierten Lösung

Die erstellte Software gliedert sich in zwei Komponenten:

  • Komponente 1 realisiert die Verwaltung der einzelnen „enhanced Messages“ und führt die Kommunikation mit den bestehenden Software-Modulen wie MMI, SMS-Applikation oder Layer 3 aus
  • Komponente 2 realisiert alle in der GSM-Spezifikation vorgegebenen Kodier- und Dekodieraufgaben

Beide Komponenten verfügen über einen eigenen Prozess mit zugehöriger Zustandsmaschine, sowie über asynchrone und synchrone Interface-Funktionen. Bei der Realisierung der Komponente 2 wurde speziell darauf geachtet, ein universelles Software-Modul zu erstellen, das möglichst wenig auf Besonderheiten der bestehenden Software des Kunden eingeht. Dies wurde erreicht, indem sie ausschließlich mit der Komponente 1 kommuniziert und zusätzlich möglichst abstrakte Typen verwendet.

Die Software wurde mit Microsoft Visual Studio 6.0 erstellt und in einer PC-Testumgebung simuliert. Anschließend wurde die Software beim Kunden auf die Zielhardware integriert.


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