Konzept für den Aufbau eines zentralen Netzmanagement Centers

Stichwörter

Beratung, OSS, TMN, Remedy, Micromuse NetCool, NetManager

Aufgabenstellung

Für einen führenden deutschen Telekommunikationsnetzbetreiber (Festnetz) soll ein Konzept zur Realisierung eines zentralen Netzmanagement Centers (NMC) erstellt werden. Bisher wurden der Netzbetrieb, die Netzüberwachung und die Entstörung (2nd Level) regional und dezentral durchgeführt. Durch den Aufbau des NMCs sollen folgende Aufgaben zentral durchgeführt werden:

  • Netzüberwachung (7×24h)
  • Störungsmanagement für Key-Kunden und Carrier (7×24h)
  • Störungsbehebung (1st und 2nd Level)

Zu untersuchen sind die folgenden Schwerpunkte im Betriebskonzept:

  • Organisation: Personelle Ausstattung und Struktur des NMCs
  • Prozesse: Definition der Arbeitsprozesse und Schnittstellen
  • Systeme: Gruppierung/Konsolidierung der Managementsysteme
  • Tools: Definition einheitlicher Plattformen und Schnittstellen
  • Personal: Organisation des NMCs und notwendige Aus- und Weiterbildung
  • Raum: Einrichten der Räumlichkeiten und Definition notwendiger Umbauten

Zusätzlich zum Betriebskonzept müssen erstellt werden:

  • Zeitplan: Dauer der Realisierung
  • Kosten: Notwendige Ausgaben
  • Synergien: Resultierende Gewinne

Lösung

Das Konzept legt den Fokus auf eine zeitnahe Realisierung mit Ausschöpfung nennenswerter Optimierungspotentiale. Diese Zielrichtung wurde aus dem Kenntnisstand über den Betriebsbereich und den Anforderungen des Kunden gezielt gewählt. Die Kosten dieses Ansatzes ergeben sich aus den darin enthaltenen Anforderungen und Rahmenbedingungen, wobei wegen der üblichen Kostensituation sparsam konzipiert wurde. Systemtechnische High End Lösungen sind wegen des gewählten Zeitansatzes kurzfristig nicht enthalten, sehr wohl aber Quick Wins und ein Ansatz zur permanenten Weiterentwicklung in Richtung „State Of The Art“.

Die Durchführung umfasste folgende Schwerpunkte:

Organisation: Es wurde eine Mindestanforderung aus dem bestehenden Personal und den definierten Aufgaben im Zusammenhang mit der Zentralisierung berechnet. Das Personal wurde in drei Ebenen in einem Organigramm definiert.

Prozesse: Durch systematische on-site Befragungen wurde der Ist-Zustand aufgenommen und hinsichtlich der Aufgabe des NMCs die Ablaufprozesse und Schnittstellen im Detail neu definiert. Ebenso wurden die Verantwortlichkeiten für Standardprozesse (Fault Management, Wartungsfenster, Bereitschaftsdienste etc.) festgelegt.

Systeme: Nach einer Analyse der vorhandenen Systeme wurden zwei Gruppierungen, mit ihren pro und contra, als möglich dargestellt. Diverse Optimierungsmöglichkeiten wurden zusätzlich dargestellt und detailliert beschrieben.

Tools: Durch die Regionalisierung ist eine Vielzahl von Tools im Einsatz. Die vorhandenen Tools wurden analysiert und konkrete Vorschläge für eine Konsolidierung gegeben. Betroffen waren besonders die Tools für das zentrale Trouble Ticket System, das Auftragsmanagement und die Netzdokumentation.

Personal: Eine zeitnahe Erfüllung der Anforderungen an die Qualifikation des Personales ist für ein funktionierendes NMC absolut notwendig. Hierzu wurden konkrete Stellenbeschreibungen erstellt, um die diversen Dienste im NMC fachlich abdecken zu können. Auch auf Schulungsmaßnahmen wurde entsprechend eingegangen.

Raum: Die Räumlichkeiten wurden bereits durch den Auftraggeber vorgegeben. Es wurde der Ist-Stand analysiert. Zur optimalen Unterstützung der Aufgaben des NMC wurden die Räumlichkeiten an die Arbeitsprozesse angepasst. Berücksichtigt wurden dabei auch mögliche Erweiterungen der Aufgaben und deren Mengen. Besonderer Wert wurde dabei auf die Ausstattung der Netzüberwachung gelegt.

Zeitplan: Es wurde ein konsolidierter Zeitplan für alle beschriebenen Bereiche aufgesetzt.

Kosten: In der Berechnung der notwendigen Ausgaben sind sämtliche Positionen aufgelistet und mit bereits bekannten Werten, teils mit Erfahrungswerten beschrieben.

Synergien: Es wurden die Einspartpotentiale aus der Zentralisierung und Konsolidierung sehr konservativ berechnet.

Den Abschluss bildete eine Berechnung aus den Kosten und den möglichen Einsparungen über einen Zeithorizont von 1,5 Jahren.


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